729. Jahreshauptversammlung der Ebstorfer Schützengilde

Neue Gesichter im Gildevorstand

Die Grippesaison ist auch immer die Saison der Hauptversammlungen in den Vereinen, so auch bei der Schützengilde Ebstorf. Und so ließ der 1. Gildeherr Dietrich Zarft bei der Eröffnung der Versammlung, wie immer nach dem traditionellen Ständchen des Spielmannszuges, im Anschluss an die Begrüßung auch besondere Grüße an alle erkrankten Gildebrüder ausrichten.

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In seinem Bericht erinnerte Zarft dann daran, dass sein Amt als 1. Gildeherr in exakt 364 Tagen endet und damit ein weiterer Schritt bei der Verjüngung des Gildevorstand ansteht, die bereits in diesem Jahr durch die Neubesetzung der Posten des Schießoffiziers und des Beigeordneten für die Kassenführung beginnt. Außerdem wird sich der Gildevorstand um zwei weitere Posten vergrößern, die noch in diesem Jahr geschaffen werden sollen, da die immer umfangreicher werdenden Aufgaben, insbesondere bedingt durch die auferlegte stetig wachsende Bürokratie, die bisherigen Vorstandsmitglieder an ihre persönlichen Grenzen bringen. In seinem Ausblick für das laufende Jahr konnte Zarft von einem Treffen mit Festwirt und Schaustellern berichten, nach dem auch diese mit dem Ebstorfer Schützenfest aus ihrer jeweiligen Sichtweise immer derart zufrieden sind, wie es im Kreis Uelzen kaum ein zweites Mal vorkommt. Dem Wunsch nach einem weiteren, größeren Fahrgeschäft kann in diesem Jahr leider noch nicht nachgekommen werden, da die vorhandenen Stromanschlüsse nicht die erforderliche Leistung liefern können. Bürgermeister und Gildebruder Heiko Senking hat aber zugesagt, sich dafür einzusetzen, dass ab 2019 entsprechend kräftige Anschlüsse zur Verfügung stehen, damit auch der Bevölkerung auf dem Schützenfest eine neue Attraktion geboten werden kann.

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Abschließend informierte der 1. Gildeherr noch über das erstmalig am 15. September stattfindende „Oktoberfest der Schützengilde“, das in Zusammenarbeit mit der Ebstorfer Musikgemeinschaft im Schützenhaus gefeiert werden wird und sich an alle Ebstorferinnen und Ebstorfer richtet. Er betonte dabei, dass es sich nicht um eine Konkurrenz zum „Stadl“ des TBO handelt, sondern vielmehr um eine Ergänzung, damit wegen des großen Interesses künftig in jedem Jahr eine solche Sause gefeiert werden kann. Es folgte der Bericht des scheidenden Kassenwartes Peter Cordes, der dieses Amt ein beeindruckendes Vierteljahrhundert ausübte. Nach den nackten Zahlen des vergangenen Jahres folgte eine, nicht immer ganz ernst gemeinte, Rückschau auf verschiedene Zahlen aus seiner 25-jährigen Amtszeit. Als bemerkenswert stellte sich dabei besonders eine Zahl heraus: in 25 Jahren sank die Mitgliederzahl der Schützengilde um lediglich acht auf aktuell 218. Besonders für Schützenvereine ist ein derart nahezu stabiler Wert nicht selbstverständlich. Mit dem Satz „Vielleicht schafft mein Nachfolger ja auch 25 Jahre“ schloss Cordes seinen Bericht ab und wurde von den Anwesenden mit langanhaltendem Applaus bedacht.

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Auch der nächste Bericht war ein Abschiedsbericht, in dem (Noch-) Schießoffizier Jürgen Tietz die Ergebnisse der letzten Gildeschießen mitteilte und die Gewinner ehrte. Beim Gildeabschießen 2017 siegte Tietz selber mit 97 Ring, die Ehrenscheibe gewann Peter Teppe mit einem sensationellen 28,3 Teiler. Beim Gildeanschießen 2018 Anfang März siegte der neue Schießoffizier Lars-Holger Kirks mit hervorragenden 99 Ring, die Ehrenscheibe holte sich Dieter Gade mit einem 130,5 Teiler. Außerdem konnte er stolz berichten, dass die Schützengilde seit letztem Jahr neben einem Lichtpunktgewehr nun auch über eine Lichtpunktpistole verfügt, bei der statt Munition nur ein Laserstrahl zum Einsatz kommt. Durch ihre absolute Gefahrlosigkeit eignen sich diese Sportgeräte für Schießsportinteressierte (fast) jeden Alters und kommen daher hauptsächlich bei der Jugendschießgruppe zum Einsatz. Interessierte Kinder und Jugendliche können sich bei Jugendleiter Martin Schulz (Kontaktdaten auf der Homepage der Schützengilde) melden, wenn sie sich einmal damit versuchen möchten. Spielmannszugobmann Matthias Deneke konnte berichten, dass die Zahl der Spielleute mittlerweile bei 30 liegt und dankte für die zahlreichen Spenden an den Spielmannszug im vergangenen Jahr, insbesondere hierbei Gildebruder und Geschäftsmann Hartmut Cordes für eine besonders großzügige Zuwendung. Schon fast am Ende der Versammlung folgte einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte, die Neubesetzung zweier Gildeposten. Nachdem die bisherigen Posteninhaber ihre potentiellen Nachfolger bereits seit einem Jahr in ihre Aufgaben eingearbeitet hatten, waren die jeweiligen Wahlen aber eigentlich keine Überraschung mehr. Lars-Holger Kirks wurde einstimmig zum Nachfolger von Jürgen Tietz als Gildeschießoffizier gewählt, Jobst Kayser wurde nach der Wahl in seinem Korps durch die Gildeversammlung als Nachfolger von Peter Cordes bestimmt.

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Der erste Gildeherr Dietrich Zarft dankte den bisherigen Amtsinhabern für ihre langjährige Tätigkeit und wünschte den „Neuen“ im Gildevorstand viel Erfolg bei ihren künftigen Aufgaben, bevor die feierliche Übergabe der Bandeliers erfolgte. Nicht unterschlagen werden soll noch eine weitere Wahl: Carsten Mente wurde für seine mittlerweile vierte Amtszeit zum Klosterfähnrich wiedergewählt. Abschließend wurden durch die jeweiligen Hauptleute acht Neuaufnahmen im Schwarzen Korps und eine im Jägercorps vorgestellt, die beim Kommers am Schützenfest-Mittwoch dann auch feierlich in die Gilde aufgenommen werden.