724. Jahreshauptversammlung der Gilde

Begonnen hat die Gildeversammlung im Saal des Gasthauses „Zum unteren Krug“ wie in jedem Jahr mit einem Ständchen vom Spielmannszug, der gezeigt hat, dass er auch andere als die übliche Schützenfestmusik in seinem Repertoire hat und die anwesenden Gildebrüder zum Teil sogar zum Mitsingen brachte. Zur Eröffnung der Versammlung begrüßte der erste Gildeherr Dietrich Zarft nicht nur die gut 80 erschienenen Gildebrüder und darunter besonders Majestät Ulf Hofferbert und Vizemajestät Carsten Voss, sondern sandte auch gute Wünsche an diejenigen, die krankheitsbedingt nicht erscheinen konnten.

Da der Posten des Spielleiters derzeit nicht besetzt ist, wurde der von Ingrid Hamp als kommissarischer Leiterin vorgetragene Bericht über den Spielmannszug vorgezogen. Hierin dankte sie zunächst Werner Wülffken, der sein Amt gesundheitlichen Gründen niederlegen musste, für seinen jahrelangen aufopfernden Einsatz als Spielleiter und dementierte danach alle Gerüchte, der Spielmannszug stände vor der Auflösung. Als Dank und Ersatz für das im vergangenen Jahr ausgefallene Jubiläumsfest des Spielmannszuges sagte der erste Gildeherr die Durchführung eines Spielleute-Tages zu. In seinem Bericht ließ der erste Gildeherr dann nicht nur das Gildejahr 2012 Revue passieren, sondern blickte auch auf das vor uns liegende Jahr 2013 und mahnte die Zukunftsfähigkeit der Gilde an. Schießoffizier Jürgen Tietz präsentierte in seinem Bericht die Ergebnisse des Gildeabschießens 2012 sowie des Gildeanschießens 2013 und überreichte hierbei die Auszeichnungen und Ehrenscheiben an die Sieger, Gildeschießfeldwebel Peter Strosik kündigte an, dass künftig bei allen Gildeschießen auch ein Preis für Gäste ausgelobt wird. Nach dem Bericht des Jugendschießsportleiters folgte der vielleicht wichtigste Tagesordnungspunkt, die Entscheidung über die Erneuerung der technischen Anlagen des Schießstandes. Hierzu wurde, wie bereits zuvor in den Korps-Versammlungen, nochmals das Konzept zur Aufrüstung des Schießstandes mit einer vollelektronischen Schussauswertung und der Finanzierungsplan hierzu vorgestellt. Dem Konzept wurde nach einer Debatte, die durchaus auch kritische Nachfragen beinhaltete, schließlich mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. Die Schützengilde Ebstorf wird so nach dem Umbau, der schon im Mai vollzogen sein soll, über die modernste Schießsportanlage im Bereich des Kreisschützenverbandes Uelzen verfügen. Der zweite Gildeherr Andreas Puschmann appellierte an alle Gildebrüder, sich hierzu tatkräftig an den Umbauarbeiten zu beteiligen. Bei den anschließenden Wahlen wurde Christian Drewes einstimmig zum Nachfolger von Hartmut Cordes als Kinderschützenfestobmann gewählt, Andreas Pehl danach zum neuen Pressewart ernannt. Ein weiterer Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Gilde ist die in diesem Jahr hohe Anzahl von Eintritten: vier Neugildebrüder haben sich für das Joppen-Korps entschieden, fünf sogar für das Schwarze Korps, wobei die Aufnahme erst durch den Einkauf und Trunk aus dem Willkomm am Schützenfest-Mittwoch letztlich wirksam wird, wie der erste Gildeherr betonte.