Der Name „Schwarzes Korps“ entstand wahrscheinlich auf Grund des Erscheinungsbildes der damaligen Ebstorfer Schützengilde.

Man trug von der Gründung der Gilde im Jahre 1289 bis 1925 keine Uniform, sondern den besten Sonntagsanzug und das war bis 1925 der schwarze Gehrock mit Zylinder zu schwarzen Hosen und Schuhen.

In geschlossener Formation marschierend sagte die Bevölkerung im Volksmund, da kommen die "Schwarzen" oder aber "Schwarze Garde" bzw. das "Schwarze Korps".

Ab 1925 marschierte das Schwarze Korps mit einer leichten kurzen Jacke sowie schwarzem Hut mit Feder. Bis heute hat sich die Uniform des Korps nicht mehr wesentlich geändert. Nur der Gildevorstand trägt nach wie vor zu allen feierlichen Anlässen den Gehrock und Zylinder.

Man kann behaupten, dass das Schwarze Korps die ursprüngliche Schützengilde ist, denn aus ihr gründete sich 1852 das Jägercorps, aus dem dann 1873 das Joppen-Korps hervorging.

Nach einer Mitgliederflaute Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Schwarze Korps 1902 neu aufgestellt. Zuvor marschierten die wenigen Schwarzen im Gildevorstand mit oder sie gehörten ihm an. Als 1925 die neue Uniform eingeführt wurde marschierten 30 Schwarze hinter ihrem Hauptmann Wegemeister Müller her.

Bis zum zweiten Weltkrieg entwickelte sich ein sehr aktives Korpsleben, was durch den Krieg bis 1948 unterbrochen wurde.

1950 übernahm Paul Müller die Korpsführung, es ging langsam bergauf, so dass 1956 die eigene Korpsfahne angeschafft und feierlich geweiht werden konnte.

Nach Paul Müller wurde Rudi Jung Korpshauptmann, der dann 1978 von Hermann Drewes abgelöst wurde.

Als Hermann Drewes gewählt wurde traten 12 Neue ins Schwarze Korps ein, alles Söhne Ebstorfer Bauern. Von da an entwickelte sich ein interessantes Korpsleben. Viele neue Veranstaltungen wurden angeboten und die Arbeit in der Korpsführung auf mehrere Posten verteilt.

1996 legte Hermann Drewes die Geschicke des Korps in die Hände von Klaus Kruckenberg. Er übernahm das Korps mit exakt 100 aktiven Mitgliedern. Die Weiterentwicklung des Korps und die Nachwuchsförderung waren einer seiner Arbeitsschwerpunkte. So zählen seit Anfang des Jahrtausends ca. 30 „Junge Leute“ zum Schwarzen Korps.

2014 übergab Klaus Kruckenberg seine Insignien an Henning Alvermann.

Heute gehören der aktiven Korpsführung 12 Personen an, weitere 9 Schwarze führen Posten für die Schützengilde aus. Als oberstes Ziel steht natürlich die Pflege der Kameradschaft sowie der gegenseitigen Hilfe. Hierzu tragen neben den Schießveranstaltungen folgende Veranstaltungen bei:

* Skat und Knobeln

* Bowlingabend

* Familiennachmittag mit Kinderprogramm und Korpsmeisterschaft

* Kameradschaftstag mit Fahnenweihen

* Biker-Tour

* Herbstveranstaltungen wie Fahrradtour, Busausflug, Grillabend

* Korpsfeste

* Bosseln

Als weiteres Ziel wird die Geselligkeit bei den wöchentlichen Schießübungen (Dienstagsschießen) gepflegt. Aus dieser Runde hat sich ein sehr aktives Schießleben entwickelt, welches von den Teilnehmern auch als "Königsschmiede" bezeichnet wird.