Mittwoch 02.07.2014

Das traditionelle Schützenfest unseres Klosterfleckens begann wie in jedem Jahr mit dem Trommler, der eine große, bunte Kinderschar durch den Ort führte. Und auch das Schwarze Korps bereitete sich auf ein schönes, aber auch anstrengendes Schützenfest 2014 vor.

Der Kommers am Mittwoch Abend verlief in gewohnt traditioneller Art und Weise. Das Schwarze Korps konnte 3 Neueintritte verzeichnen. 2 Schwarze Korpsbrüder wurden an diesem Abend zu Veteranen der Ebstorfer Schützengilde ernannt. Ein gelungener Zapfenstreich im Schützenholz gefolgt von dem nächtlichen Fackelumzug und der abschließenden „Post im Walde“ auf dem Winkelplatz bildeten den Abschluss des ersten Schützenfesttages.

 

Donnerstag 03.07.2014

Da uns in diesem Jahr die Ehre zu Teil wurde, den Dienst als Fahnenkorps anzutreten, verlegten sich unsere Antretezeiten in die frühen Morgenstunden. Nach einem reichhaltigem Frühstück im Hauptquartier in Alms Scheune, gereicht von unseren lieben „Schwarzen Frauen“, traten wir den langen Marsch vom scheidenden Gildehauptmann, über den 1.Gildeherrn zur Abholung unser altehrwürdigen Klosterfahne in unserem wunderschönen Kloster an. Nach dem großen Umzug mit der gesamten Ebstorfer Schützengilde zur Abholung unserer Majestät Peter Strosik und unserer Freunde der Georgsanstalt sowie dem Leiter der Revierförsterei Carsten Lührs stellten wir dann unseren scheidenden König ein letzes mal der Äbtissin vor. Danach ging es dann zum wohlverdienten Königsfrühstück ins Schützenhaus.

Alles sah nach einem Schützenfest wie jedes Jahr für uns aus, aber Ebstorf wäre nicht Ebstorf, wenn nicht auch in diesem Jahr eine Überraschung für die Gilde und unser Korps gewartet hätte. Schon kurz vor Ende der Schießzeit bahnte sich eine Sensation an. Zum ersten Mal in der (mind.) 725 Jahre alten Geschichte der Gilde gelang es einem Gildebruder, sich erneut im darauffolgenden Jahr zum König zu schießen und unsere Äbtissin Krüger staunte am Abend nicht schlecht, als wir ihr den zuvor verabschiedeten König nochmals als neuen König vorstellten.

 

Freitag 04.07.2014

Ein neuer (alter) schwarzer König heißt für uns als Fahnenkorps natürlich nicht nur Freude, sondern auch Arbeit an diesem Freitag, der im allgemeinen als Tag der Ruhe verklärt wird. Der Aufbau des Triumphbogens stand an, dieser wurde jedoch durch eine Vielzahl von helfenden Händen und dem ein oder anderen schweren Gerät recht zügig vollzogen.

Am Abend war die Zeit für den festlichsten Akt des Schützenfestes gekommen. Der bei Jung und Alt beliebte Königsball versprach einmal mehr ein voller Erfolg zu werden und hat uns auch in diesem Jahr nicht enttäuscht. Nach einem reichhaltigen Essen und der anschließenden Zeremonie um den Hindenburg-Pokal startete der Königsball. In einer herrlich lauen Sommernacht tanzten, tranken, und feierten wir bis in die frühen Morgenstunden, wobei vor allem unsere 30 Jungen Leute, die zum Ball erschienen waren, Stehvermögen bewiesen.

 

Samstag 05.07.2014

Der Schützenfest-Samstag ist traditionell der Tag der Kinder. Nachdem wir bei unserem Korpsbruder J. Drewes angetreten waren, ging es, mit den gewohnten Stationen als Fahnenkorps, zum Domänenplatz, wo um 14 Uhr schon eine große Schar großer und auch kleinerer Kinder auf die Schützengilde wartete. Nach einem gemeinsamen Marsch ins Kloster ging es auch schon auf den Ebstorfer Schützenplatz, wo sich die Kinder an vielen Spiel-Stationen austoben und ihr Geschick beweisen konnten. Das Wetter spielte mit und so nahm der Nachmittag einen schönen Verlauf. Am Abend startete die bekannte „Sommerparty“ im Schützenhaus. Auch an diesem Abend wurde bei der gut besuchten Veranstaltung bis in die frühen Morgenstunden ausgiebig und friedlich miteinander gefeiert.

 

Sonntag 06.07.2014

Der Schützenfest Sonntag begann für das Schwarze Korps mit dem traditionellen U-Boot-Essen im Standquartier in Alms Scheune. Nach dieser altbekannten Stärkung ging es zu unserem Gildehauptmann Uwe Beecken um ihn in seinem letzten Jahr als Gildehauptmann abzuholen. Ein lange von uns einstudierter Parademarsch zu Ehren von Uwe wurde unter zahlreichen Zuschauern im Mittelweg präsentiert. Die anschließende Manöverkritik war durchweg positiv, eine tolle und sehr gelungene Aktion.

Am Rathaus angekommen, trafen wir neben unseren Gildebrüdern des Joppen- und Jägerkorps auf viele verschiedene befreundete Gilden und Spielmannszüge. Eine große Zuschauermenge säumte den Weg beim großen Ummarsch durch den Ort. Am Schützenplatz angekommen fand das Schützenfest unter strahlendem Sonnenschein am Abend ein tolles Ende.