Papagoy

 

In den Gilden und Schützenbruderschaften war mit dem Kleinod des Vogels, meist Papageien, die Schützenehre verknüpft, wie die Waffe mit dem Krieger und die Fahne mit der Truppe. Der Schuss nach dem Vogel, dem Papagoy, der auf der Stange saß und aus weichem Holz gefertigt und mit bunten Federn besteckt war, wurde in Ebstorf bis 1618 unmittelbar vor dem 30jährigen Krieg mit dem Bolzen der Armbrust ausgeführt.

1666, die Armbrust und der Vogel waren verschwunden, wurde eine Scheibe als Ersatz angeschafft und seit dem mit Feuerwaffen geschossen.

Alle norddeutschen Gilden hatten einen solchen Papagei als Königsschmuck. Er hängt an einer Kette und wird vom König getragen.

 

Papagoy an der Königsuniform