Ebstorfer Schützengilde zu Gast in Hildesheim

Regelmäßig finden Treffen der ältesten Schützengesellschaften Deutschlands statt, in diesem Jahr mal wieder einigermaßen in der Nähe von Ebstorf. Als Gilde mit einem Gründungsjahr 1289 gehören die Ebstorfer natürlich zu diesem illustren Kreis dazu und haben die Einladung der Hildesheimer Schützengesellschaft zum Treffen am 25. Juni gerne angenommen, hat man doch vor vielen Jahren schon einmal an diesem Treffen in Hildesheim teilgenommen. Voller Vorfreude wurde sich also morgens am Bus auf dem Domänenplatz getroffen, der mit Spielmannszug und Gildebrüdern, einschließlich Majestät Christoph Alms, Vizemajestät Andreas Schmidt, Kinderkönigin Lauren Schulz und Kinderkönig Cedric Klindtwort, bis auf den letzten Platz belegt war. Die Freude ließ allerdings schon sehr bald nach, denn der Bus war offensichtlich nur auf Schülerbeine ausgelegt, entsprechend eng war es. Unterwegs setzte ergiebiger Regen ein, der wenig Hoffnung auf einen trockenen Ummarsch machte, zudem nahm der Busfahrer recht eigenwillige Wege, was die Gilde in leichte Zeitnot brachte. In Hildesheim angekommen, hieß es dann doch erst einmal lange warten, denn der Start des Umzuges verzögerte sich wegen des Wetters. Bedauerlich, dass sich kein Verantwortlicher der Hildesheimer zu organisatorischen Ansagen blicken lassen hat.

Nach Ende des Regens ging es über mehrere Kilometer Strecke fast ausschließlich durch die hässlichsten Straßen Hildesheims beinahe zwei Stunden bis zum abgelegenen Festplatz, glücklicherweise fast trocken, wobei der Festzug eher einem bunten Karnevalszug als einem Umzug der ältesten Schützengesellschaften glich. Bei den Musikzügen ging es vor allen Dingen nach dem Motto, wer am lautesten spielt, hat gewonnen, Marschtakt oder Abstimmung mit den anderen Musikzügen waren eher sekundär.

Auf dem Platz waren dann zwei Stunden Zeit zum geselligen Beisammensein, während die Musikzüge auf der Bühne noch einmal aufgespielt haben. Nach der Rückfahrt mit erneut „kreativer Routenplanung“ des Busfahrers war fast einhellige Meinung: Schade, das hätte alles besser laufen können. Wobei den Organisatoren der Gilde natürlich nichts vorzuwerfen war und Spaß gemacht hat es ja trotzdem irgendwie!