728. Jahreshauptversammlung der Ebstorfer Schützengilde

„Hurra, Jahreshauptversammlung!“ Nun gut, dieser Ausruf wird den wenigsten über die Lippen kommen, gleich in welchem Verein. Deshalb bereitet der Spielmannszug der Schützengilde Ebstorf traditionell vor dem Beginn der eigentlichen Versammlung zunächst einmal mit Musik gute Laune und Vorfreude auf das Schützenfest, bevor es ernst wird. Nachdem 15 junge Damen und Herren mit drei schmissigen Musikstücken ihr Können unter Beweis gestellt haben, eröffnete der 1. Gildeherr Dietrich Zarft durch dreimaliges Klopfen mit seinem Schafferholz die Sitzung. Zum Auftakt begrüßte er besonders Majestät Christoph Alms und seinen Vorgänger im Amt, Vizemajestät Andreas Schmidt sowie die Ehrenmitglieder und Veteranen, die die Gilde, soweit möglich, immer durch Rat und Tat unterstützen. Der Bericht des Vorsitzenden war dann gleichzeitig der Auftakt zu einer Aussprache über verschiedene mögliche Änderungen der Satzung und des Schützenfeststatuts. Die zum Teil rege Diskussion mündete in dem einstimmigen Beschluss zur Einrichtung einer Kommission, die die Ergebnisse der Diskussion als Grundlage für eine konkrete Ausarbeitung mitnehmen konnte. Die bereits bestehende Schützenhauskommission wird dann bei der Himmelfahrtsversammlung den Planungsstand zur Erneuerung des Schützenhauses vorstellen. Schießoffizier Jürgen Tietz präsentierte in seinem Bericht die Ergebnisse des Gildeabschießens 2016 sowie des Gildeanschießens 2017 und überreichte dabei die Auszeichnungen und Ehrenscheiben an die Gewinner. Außerdem konnte er stolz berichten, dass die Schützengilde seit kurzem über ein so genanntes Lichtpunktgewehr verfügt, bei der statt Munition nur ein Laserstrahl zum Einsatz kommt und das daher auch für Kinder unter 12 Jahren geeignet ist, um so auch jüngere für den Schießsport begeistern zu können. Wie Rolf Bornemann berichten konnte, wurde diese Anlage durch die Jugendschießgruppe bereits ausgiebig getestet. In Kürze wird zusätzlich auch noch eine Lichtpunktpistole angeschafft werden. Spielmannszugobmann Matthias Deneke musste in seinem Bericht zunächst von der traurigen Tatsache berichten, dass der Spielmannszug Wriedel sich aufgelöst hat. Drohte dem Spielmannszug Ebstorf vor wenigen Jahren noch das gleiche Schicksal, erfreut er sich Dank des großen Engagements der damals letzten verbliebenen Mitglieder heute wieder eines großen Zulaufes. Mit bereits jetzt 16 fest geplanten Einsätzen für dieses Jahr ist der Spielmannszug auch ein Aushängeschild für die Schützengilde außerhalb der Ortsgrenze. Durch die jeweiligen Hauptleute wurden zwei Neuaufnahmen im Schwarzen Korps und eine im Joppen-Korps vorgestellt, die beim Kommers am Schützenfest-Mittwoch dann auch feierlich in die Gilde aufgenommen werden. Zum Abschluss hat der 1. Gildeherr noch mitgeteilt, dass die Schützengilde Ebstorf zum Treffen der ältesten Schützengilden Deutschlands am 25. Juni in Hildesheim eingeladen wurde und hofft auf eine rege Beteiligung. Gildehauptmann Michel Andres schließlich hat angekündigt, dass in diesem Jahr zwei Termine anstehen, an dem die Schützengilde wieder ihrem ursprünglichen Zweck folgend bei öffentlichen Veranstaltungen das Kloster bewachen soll. Es gibt also viel zu tun!